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Wir suchen eine/n CRM-Kampagnen-Manager/in (offline und online) in Vollzeit

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Wir sind ein innovatives Team an einem tollen Standort – wir arbeiten miteinander – wir leben Wertschätzung.

Management Forum Starnberg ist der inhabergeführte Premiumanbieter für Fachkonferenzen und Seminare. Seit über 20 Jahren begeistern wir unsere Kunden, Fach- und Führungskräfte aus großen und mittelständischen Unternehmen mit unseren Weiterbildungsveranstaltungen.

Herzlich willkommen in unserem Team als

CRM-Kampagnen-Manager/in
(offline und online) in Vollzeit

Das können Sie besonders gut

  • Recherche zielgruppengerechter Adressen
  • Planung, Steuerung und Durchführung von Direktmarketing-Aktionen, Content Management
  • Selektion, Abgleich und Aufbereitung von Adressmaterial aus Datenbanken
  • Zusammenführen von internen und externen Adressenpools
  • Gewährleistung eines reibungslosen Ablaufs von Mailingaktionen
  • Steuerung externer Dienstleister
  • Social-Media-Aktivitäten

Darüber verfügen Sie

  • Erfolgreich abgeschlossene, marketingorientierte Ausbildung
  • Berufserfahrung im B2B-Direktmarketing
  • Erfahrung im Umgang mit Datenbanksystemen, MS Office und Neuen Medien
  • Konzeptionelle Denkweise und eigenverantwortliches Arbeiten
  • Organisationsstärke und unternehmerisches, gewinnorientiertes Handeln

Das bieten wir Ihnen

  • Eine abwechslungsreiche Aufgabe an einem schönen Standort
  • Viel Freiraum zur Umsetzung Ihrer eigenen Ideen
  • Ein leistungsorientiertes Vergütungssystem
  • Ein eingespieltes, gutes Team, das einen positiven, wertschätzenden Umgang pflegt
  • Ein breites Angebot für Ihre persönliche Weiterbildung und immer wieder gemeinsame Aktionen
Wir freuen uns auf Ihre aussagekräftige Bewerbung:
Foto Mira Mühlenhof

Gute Führung fragt: „Was brauchst Du?“

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Mira Mühlenhof ist Expertin für eine neue Führung und Referentin des Seminars ‚Intrinsische Motivation aktivieren – und Spitzenleistungen erzielen. Ihr Ansatz: Nachhaltig erfolgreiche Führung gelingt heute nicht mehr primär durch äußere Leistungsanreize. Sie gelingt durch das Erkennen und Stillen von Bedürfnissen.

MFS: Führung gab es schon immer – was ist heute neu?
Mühlenhof: Ja, Führung gab es schon immer. Und traditionell erfolgte sie über intrinsische Motivation – der Befriedigung der inneren Bedürfnisse eines Menschen. Aber das Wissen über diese Führungsmethode ist verloren gegangen. Äußere Anreize, wie Karrierechancen, noch mehr Lohn oder noch mehr Urlaub haben die eigentliche Frage nach dem „Was brauchst Du?“ abgelöst. Dieser externe Ansporn eignet sich heute nicht mehr zur Führung – Mitarbeiter wollen und fordern heute mehr. Ihre Motivation ist anders gelagert, sie wollen wahrgenommen und gesehen werden. Es geht um ihre Bedürfnisse. Sind diese erfüllt, bleiben sie im Unternehmen.

MFS: Eine Führungskraft muss jeden Mitarbeiter mit seinen Bedürfnissen erkennen?
Mühlenhof: Ja, und natürlich die eigenen Bedürfnisse kennen. Es ist ein Geben und Nehmen. Der Mitarbeiter und die Führungskraft möchten und sollen ihre motivierte, positiv geprägte Arbeitskraft, ihr Engagement einbringen. Damit das gelingt, müssen sie als Personen gesehen werden. Gleichzeitig fordern sie etwas ein – und das ist sehr individuell.

MFS: Können Sie das an einem Beispiel festmachen?
Mühlenhof: Sicher. Ein Auszubildender ruft morgens im Betrieb an und sagt: „Ich komme die nächsten drei Tage nicht, ich fahre mit meiner Freundin nach Paris“. Die Führungskraft kann nun sagen: „Das ist eine grobe Vertragsverletzung, du bekommst die Kündigung.“ Das wäre keine gute Reaktion, wenn der Mitarbeiter ansonsten gute Arbeit leistet und im Betrieb gehalten werden soll. Besser wäre es, wenn die Führungskraft erkennt: Der Mitarbeiter hat keine Angst vor den Konsequenzen, da er glaubt, ohnehin nicht wichtig für den Betrieb zu sein. Diese Erkenntnis ermöglicht eine andere Reaktion. Zum Beispiel: „Das kannst du nicht machen, wir brauchen dich hier, Du bist für uns wichtig.“ Das bringt den Mitarbeiter ins Nachdenken und ist der erste Schritt in Richtung intrinsischer Motivation. „Ich bin wichtig, ich werde gebraucht.“

MFS: Das ist ein hoher Anspruch an Führungskräfte.
Mühlenhof: Individuell intrinsisch zu motivieren, lässt sich lernen. Dafür benötigen Führungskräfte gutes Wissen über sich selbst und viel mehr Zeit für ihre Führungsaufgabe als ihnen bisher oftmals zugestanden wird.

MFS: Sie trainieren Führungskräfte mit der Key to see®-Methode – was leistet sie?
Mühlenhof: Sie macht den sogenannten Blinden Fleck sichtbar. Das ist jenes unbewusste Verhalten eines Individuums, das zu Konflikten in seinen Beziehungen führt und dessen es sich überhaupt nicht bewusst ist.

MFS: Können Sie das konkretisieren?
Mühlenhof: Persönlichkeit haben vielen Facetten: Das körperliche Erscheinungsbild, das Verhalten, der energetische Ausdruck, auch Charisma oder Wirkung genannt. Irgendwo in diesen Facetten gibt es den Blinden Fleck, der zu der Diskrepanz von Selbstbild und Fremdbild führt. Er ist die Ursache für Konflikte mit anderen.

MFS: Hat jeder diesen Blinden Fleck?
Mühlenhof: Ja, den hat jeder. Er ist Teil der Strategie, mit der ein Mensch durchs Leben geht. Mit der er versucht, seine Bedürfnisse zu stillen, die ja Ausdruck eines gefühlten Mangels sind. Dieser Mangel prägt die individuelle Sicht auf die Welt und den Umgang mit anderen.

MFS: Und die Key to see®-Methode deckt diesen Blinden Fleck auf?
Mühlenhof: Ja. Durch einen tiefgehenden Selbstreflektionsprozess wird direkt auf eine unbewusste Ebene geleitet. Ziel ist, Selbstbild und Fremdbild miteinander zu synchronisieren. Im Coaching legen wir das, was der Klient über sich denkt und das, was über ihn gesagt wird und was er an sich selbst nicht wahrnimmt, übereinander wie eine Blaupause. Das ist ein spannender Prozess.

MFS: Führungskräfte müssen also eine eigene Blaupause anlegen.
Mühlenhof: Ja. Erst dann kann Führung gelingen. Sie müssen wissen, wie sie auf verschiedene Mitarbeiter wirken. Es kann sein, dass eine Führungskraft manche Mitarbeiter überhaupt nicht erreicht, selbst wenn sie sich sprichwörtlich auf den Kopf stellt. Damit lösungsorientiert umgehen zu können, indem in diese Beziehung mehr Kraft investiert und mehr Gespräche geführt werden als mit anderen Mitarbeitern, macht gute Führung aus.

MFS: Die Key to see®- Methode hat sich aus der jahrhundertealten Enneagramm-Methode entwickelt, die häufig kritisch gesehen wird, da sie manipulativ eingesetzt werden kann.
Mühlenhof: Das Enneagramm ist ein neunspitziges, uraltes esoterisches Symbol, das als grafisches Strukturmodell dient. Es unterscheidet, ordnet und setzt neun als grundsätzlich angenommene Charaktereigenschaften miteinander in Beziehung. Wie jede Erkenntnismethode kann sie positiv oder negativ eingesetzt werden. Das ist eine Entscheidung der Führungskraft. Der verantwortungsvolle Umgang mit Wissen ist immer eine Herausforderung an die Persönlichkeit. Wenn Wissen Macht ist, dann gibt es davon eine helle und eine dunkle Seite.

MFS: Erkennen Sie den Blinden Fleck Ihrer Gesprächspartner sofort?
Mühlenhof: Ja, innerhalb der ersten 30 Sekunden. Ich verrate ihn aber nie.

Aktuelle Seminartermine
Intrinsische Motivation aktivieren – Spitzenleistungen erzielen
09./10. November 2017 in Bad Homburg
14./15. Dezember 2017 in Starnberg
www.management-forum.de/motivation

Erfahrungen und Learnings aus dem Bildungsbau

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Das deutschlandweit größte kommunale Bildungsbauprogramm der Stadt München wird mit Nachdruck umgesetzt. Rund ein Drittel des geplanen Investitionsvolumens von neun Milliarden Euro sind bereits verbaut oder für konkrete Maßnahmen einkalkuliert. Die Erfahrungen zeigen: Es lässt sich viel gutes Bewirken, wenn die Player solide projektieren und teure Fehler vermeiden.

Auf dem Jahresforum Bau und Betrieb von Bildungseinrichtungen am 4./5. Dezember 2017 in München trifft sich die Branche: Bauherren, Vertreter privater und öffentlicher Träger und Betreiber, Kommunen und Baubehörden, Fachplaner und Architekten, Bauunternehmen, Hersteller von technischer Gebäudeausrüstung, Facility Manager und Leiter von Bildungseinrichtungen diskutieren über alle Aspekte des Bildungsbaus. Sie prsäentieren ihre Ideen, Konzepte und Erfahrungen mit innovativen und zukunftsfähigen Lernumgebungen.

Als Best Practice-Beispiele werden das Gymnasium Mering, die Gottlieb Daimler Realschule Ludwigsburg, die Grundschulen Bauhausplatz und Ruth-Drexel-Straße München sowie die Freie Schule LernZeitRäume, Bildungsbau in Hamburg vorgestellt.

Zudem besichtigen die Teilnehmer die Grundschule am Bauhausplatz mit Architekt, Bauherr und Schulleitung.

Das Jahresforum wird von einer exklusiven Fachausstellung begleitet und ist eine vom VdF zertifizierte Bildungsveranstaltung, zugelassen zum Fachkundenachweis des Verbandes der Fachplaner e.V. (VdF)Infos und Anmeldung hier: www.management-forum.de/bildungsbau

 
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Schluss mit Stress und Ärger bei der Mitarbeiterführung

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Führung ist erlernbar – wirklich. Wer sie beherrscht, hat mehr Erfolg und Freude an seiner Aufgabe. Allen, die ihrer Führungsverantwortung leichter und zielgerichteter nachkommen wollen, empfehlen wir die Sommer-Akademie Erfolgreiche Mitarbeiterführung vom 14. bis 18. August 2017 im Kloster Seeon.

Was das Seminar auszeichnet, beschreibt ein ehemaliger Teilnehmer so:

    „Mein Unternehmen ist enorm gewachsen. Ein toller Erfolg, den ich auch meiner Führungsstärke zuschreibe. Was gute Führung ist –  
    und wie positiv sie sich in allen Bereichen des Unternehmens auswirkt, habe ich erst auf der Sommer-Akademie wirklich verstanden
    und in Praxistrainings auch gleich üben können. Für mich war es die wohl wichtigste Fortbildung, um engagierte und loyale Mitarbeiter
    für mein Unternehmen zu gewinnen und zu halten.“

    Sebastian Grollmus, Geschäftsführer, Grollmus München GmbH

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt!  Informieren Sie sich hier und sichern Sie sich Ihren Teilnahmeplatz hier

Winfried Neun

„Den Unternehmen geht es gut – das ist ein Problem“

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Winfried Neun ist Verhaltensökonom, Innovationscoach, Vollblutunternehmer, Investor, Digitalisierungsexperte und Referent unseres Qualifizierungsprogramms für mittelständische Unternehmen ‚Erfolg durch digitalen Wandel‘. Ein Gespräch über altes Denken, junge Digital Natives und die Chancen einer Ökonomie im Umbruch.

MFS: Braucht Deutschlands Mittelstand tatsächlich ein Qualifizierungsprogramm für den digitalen Wandel?
Winfried Neun: Unbedingt. Viele Führungskräfte sind durch den digitalen Wandel extrem überfordert. Sie haben die neuen Perspektiven noch nicht im Fokus, leiden unter Reizüberflutung und finden bei der Vielzahl der Alternativen ihren Weg nicht. In der Folge entscheiden sie nichts oder das Falsche, ihre Unternehmen verpassen den Anschluss an eine umwälzende Entwicklung und werden im Wettbewerb nicht lange bestehen können.

MFS: Nun sind die deutschen Unternehmen weltweit ganz besonders erfolgreich, im internationalen Wettbewerb stehen sie glänzend da.
Winfried Neun: Das stimmt, den Unternehmen geht es gut, das ist ein Problem. Denn sie verstehen nicht, warum sie jetzt etwas verändern sollten. Ihre Produkte sind gut, die Umsätze stimmen, das macht ein bisschen träge. Aber der Wettbewerb ist hellwach – da kommen tolle Neuerungen in rasantem Tempo. Wer jetzt schläft, wacht morgen vielleicht nicht mehr auf.

MFS: Ein Beispiel, bitte.
Winfried Neun: Es geht um smarte Produkte. Nehmen wir die chemische Industrie. Sie verpackt ihre Flüssigkeiten in Dosen, die rein schützenden Charakter haben. Das ist old school. Smart wäre es, wenn ein Chip den Flüssigkeitszustand in der Dose messen würde, so dass professionelle Verarbeiter die Qualität ihrer Produkte im Blick haben und sie rechtzeitig verbrauchen können, bevor sie eintrocknen. Ein Beitrag zum Umweltschutz und zur Ressourcenschonung, den es bereits gibt – wir hatten diese Idee und haben sie umgesetzt. Interessant ist das natürlich für alle Hersteller von Flüssigkeiten, wie die Lebensmittel- und die Pharmaindustrie.

MFS: Wie steht es denn um die Digitalisierung im deutschen Mittelstand?
Winfried Neun: Es gibt zwei Ebenen. Die technologische Verwendung in der Produktion ist gut. Anlagen und Maschinen sind mit den Grunddaten des Unternehmens vernetzt. Was fehlt, ist die professionelle Nutzung von Big Data – also die Identifikation von Kundenwünschen und die dadurch induzierte Entwicklung neuer Produkte, sowie die digitale Verbindung von Logistik und Produktion – die gleicht heute noch der berühmten Suche nach der Nadel im Heuhaufen. 

MFS: Vernachlässigt der Mittelstand die Möglichkeiten von Big Data? 
Winfried Neun: Ja. Big Data ist komplex und die höchste Hürde ist herauszufinden, welche Daten das Unternehmen aus dem Big Data-Pool herauslesen möchte. Die wissen nicht genau, was sie wissen müssen. Die Masse der Datenmengen führt dann ganz schnell zur Resignation.

MFS: Klingt kompliziert. 
Winfried Neun: Führungskräfte sind oft erfahren und schon ein bisschen älter. Es fällt ihnen schwer, spontan querzudenken oder dieses überhaupt zuzulassen. Sie müssten Start-Ups gründen oder sich finanziell beteiligen, um mit frischen Ideen zu reüssieren. Da sitzt ein ganzer Pool an Querdenkern, die Big Data-Ansätze für Unternehmen einleiten können. Es ist also keine Fragen der Möglichkeiten, sondern des Wollens.

MFS: Offensein für Neues ist also ein Problem? 
Winfried Neun: Ja. Es gibt eine psychologische Hürde sich zu vernetzen, Daten herauszugeben, Open Innovation zu nutzen, Social Media für Marktanalysen einzusetzen. Und es gibt das Problem, dass die Führungskräfte nicht wissen, in welchem Bereich sie aktiv werden müssen, da fehlt es an strategischer Weitsicht.

MFS: Strategische Weitsicht ist doch etwas, was den deutschen Mittelstand auszeichnet. 
Winfried Neun: Nein, das stimmt nur für die Vergangenheit. Der Mittelstand hat gute Produkte in Relation zu den schlechten der anderen. Sobald die Anderen ihre Qualität anheben, steht der deutsche Mittelstand schlecht da. Und diese Qualitätsanhebung sehen wir doch bereits im Automobilsektor sowie in vielen anderen Bereichen.

MFS: Und der Weg raus – wie sieht er aus? 
Winfried Neun: Meine große Hoffnung ist, dass die Nachfolger im Mittelstand offener und aktiver sind. Ihr Fokus liegt auf dem ‚smarter Wirtschaften‘, also nachhaltig, mit weniger Aufwand, mehrwertstiftend, cleverer – weniger malochen. Das ist ihr Ehrgeiz. Es geht ihnen nicht primär darum nur noch mehr Geld zu verdienen, sondern besonders nachhaltig zu sein.

MFS: Das hört sich bequem an – aber ist es auch ökonomisch sinnvoll? 
Winfried Neun: Absolut. Ertrag und Umsatz folgen der guten Strategie. Die Nachfolger nutzen digitale Hilfsmittel, um eigene Produkte voranzubringen. Sie arbeiten intelligenter, das schont Umwelt und Menschen und sichert den langfristigen Erfolg durch Wettbewerbsfähigkeit.

MFS: Ganz konkret – was sind die Anforderungen an digitale Strategien in Vertrieb & Marketing?
Winfried Neun: Zuerst geht es mal darum das riesige Potenzial bei der Analyse der Vertriebsaktivitäten zu nutzen. Der Vertrieb wurde bisher am wenigsten durchleuchtet. Im Marketing geht es um die Analyse des Verbraucherverhaltens.

MFS: Wie könnte das aussehen?
Winfried Neun: Ich nenne Ihnen zwei Beispiele. Nehmen wir einerseits das Regalmanagement in Verbrauchermärkten. Hat eine Verpackung einen Sensor, können wir zählen, wie oft sie in welchem Regal aus der Hand genommen und zur Kasse getragen wird. Regaloptimierung ist das Ziel. Im Krankenhaus lässt sich die Logistik verbessern – also Kosten senken – indem Sensoren am Medikament den Lagerbestand und -ort mit der Verwendungshäufigkeit und -ort abgleichen. Lageroptimierung ist das Ziel, Systempartnerschaften das dazugehörige Stichwort auf Seiten der Industrie.

MFS: Wie gehen digitalisierungswillige Unternehmen am besten vor?
Winfried Neun: Sie prüfen zuerst ihre internen Strukturen hinsichtlich ihrer Digitalisierungsfähigkeit. Das ist ein aufwendiger aber notwendiger Prozess. Erstaunlich oft befindet sich ein Engpass in der F&E-Abteilung. Sie hat die technische Entwicklung im Fokus, aber nicht die Idee, smart zu sein – da wird Digitalisierung oft ausgebremst. Wenn das Digitalisierungspotenzial identifiziert ist, folgt die Analyse: Wo sind die Ansätze, die das Unternehmen weiterbringen. Im Fokus steht die Frage: Welches smarte Produkt kann die internationale Wettbewerbsfähigkeit fördern? Dafür müssen die latenten Bedürfnisse der Käufer erkannt werden, sie sind der Schlüssel.

MFS: Latente Bedürfnisse – ein Ausdruck aus der Psychologie. Gibt es Beispiele?
Winfried Neun: Viele. Etwa das latente Bedürfnis der Ressourcenschonung, indem Lacke und Farben nicht weggeworfen werden müssen. Oder das Einsparen von unnötigen Laufwegen in der Zentralapotheke im Krankenhaus, wo durch Sensoren Bestände gemessen und gemeldet werden. Oder die Vereinfachung von Diagnosen durch elektronische Visualisierungen im Sinne von Augmented Reality.

MFS: Einzelmaßnahme oder Konzept – was ist besser?
Winfried Neun: Einzelmaßnahme – das machen uns die Startups vor. Ein Konzept erfordert Analysen und die kosten viel Zeit und Geld. Startups posten ihre Ideen in den Sozialen Netzwerken und bekommen taggleich Feedback. Sie sind sehr nah an ihrer Zielgruppe, so wie es früher auf Märkten sehr oft der Fall war.  

MFS: Wo liegt das größte Risiko der Digitalisierung?
Winfried Neun: Aus der Vielzahlt der Möglichkeiten, die Falsche herauszupicken, sich zu vergaloppieren. Bei der Sortierung der vielen Informationen helfen Experten. Erst danach lohnt es sich, eine eigene Abteilung aufzubauen. Unternehmen brauchen heute eine Digital Management Abteilung – und das ist weder das Marketing noch der Vertrieb, noch die Strategie- oder Innovationsabteilung. Die Digitalisierung beginnt also mit Unterstützung von außen und wächst dann nach innen.

MFS: Entspricht das auch Ihren persönlichen Erfahrungen?
Winfried Neun: Ja – wir haben selbst in der Beratung erkannt, dass Nachhaltigkeit durch digitale Ansätze entstehen kann. So haben wir ein eigenes Online Consulting-Tool K.O.M.-OLC für unsere Kunden als kostengünstige Alternative in der Begleitung von Changeprozessen entwickelt.

MFS: Was ist die dringendste Maßnahme, die Sie Unternehmen empfehlen?
Winfried Neun: Die eigenen Kernkompetenzen zu benennen und genau diese über Digitalisierung noch smarter zu machen. Um den eigenen Markt wirklich zu kennen, muss man die latenten Bedürfnisse wahrnehmen. Märkte sind weniger statisch, als die etablierten Unternehmen wahrnehmen wollen.

MFS: Und was empfehlen Sie Führungskräften im digitalen Wandel?
Winfried Neun: Sie müssen lernen, kurzfristiger zu denken, risikofreudiger zu sein, Open Innovationansätze zu nutzen und Freude an der Veränderung zu haben. Auf die Ideen der jüngeren Leute zu hören, ist oft eine Quelle von Innovation, aber auch kein absoluter Erfolgsgarant.

Alle Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier

Seminartermine:
28– 30. Juni 2017 in Ratingen / FlughafenDüsseldorf
25. – 27. Oktober 2017 in Hohenkammer / Flughafen München

Bauherrenkongress: So bleiben Bauherren im Kosten- und Zeitplan

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Große Bauprojekte optimal vorzubereiten und durchzuführen – ohne Kosten- und Zeitüberschreitung, ist machbar. Der Bauherrenkongress am 3.+4. Mai 2017 in Hamburg zeigt, wie es geht. Friedrich Prem, Mitveranstalter, Referent und Experte für Bauherren- und Bauprojektmanagement, erklärt vorab, wie das Ziel erreicht wird.

Management Forum Starnberg: Ein Bauherrenkongress – was bringt die Veranstaltung?
Friedrich Prem: Ziel des Kongresses ist die Weiterentwicklung der Sphäre des Bauherren. Seine Rolle muss gestärkt werden, wie es sich auch das World Construction Client Council zur Aufgabe gesetzt hat. Denn Bauherren verfügen über keine Interessensvertretung und auch sonst über keine relevante Lobby. Es gibt für sie keine Standards und Normen. Die Leistungen, die für Bauherren am Markt angeboten werden, entsprechen zwar den Zielsetzungen der jeweiligen Unternehmen, nicht aber den Bedarfen der Bauherren.

Management Forum Starnberg: Was macht das Leben der Bauherren schwierig – früher und heute?
Friedrich Prem: Da muss man unterscheiden in Bauherren von Nicht-Immobilienunternehmen und Bauherren von Immobilienunternehmen. Nicht-Immobilienunternehmen verfügen über einen grundsätzlich anderen Geschäftsprozess als es die Errichtung von Bauprojekten erfordert. Ein Beispiel: Der Geschäftsprozess einer Uniklinik ist Lehre, sowie die  Untersuchung, Behandlung und Pflege von Erkrankten. Ist die Uni Bauherr, hat sie andere Herausforderungen organisatorischer Art zu meistern als ein Immobilienunternehmen, das organisatorisch mit der Errichtung von Bauprojekten vertraut ist. Nicht-Immobilienunternehmen sind die überwiegende Mehrzahl aller Unternehmen.

Management Forum Starnberg: Was sind die Herausforderungen für Nichtimmobilien-Unternehmen?
Friedrich Prem: Die Geschäftsführer und Vorstände dieser Unternehmen sind oft nur einmal in ihrer beruflichen Laufbahn Bauherr und haben keine Erfahrung und auch keine Chance, Erfahrungen aufzubauen. Auch werden die Aufgaben, Rechte und Pflichten von Bauherren nirgends gelehrt. Darüber hinaus steigt die Komplexität bei der Durchführung von Bauprojekten laufend. Bauherrn sind daher immer weniger in der Lage Großbauprojekte erfolgreich umzusetzen. Dieser Trend wird sich auch in Zukunft fortsetzen. Aus den Medien sind die  Krisen bei den Großprojekten BER, Elbphilharmonie, Stuttgart 21 hinlänglich bekannt. Noch viel größer ist der tatsächliche und nicht öffentlich bekannte Missstand.

Management Forum Starnberg: Was müsste sich ändern, damit die Projekte besser laufen?
Friedrich Prem: Die Politik nimmt sich dieser Problematik nicht an. Es herrscht kein Interesse für die Rolle des Bauherrn und wie diese Rolle richtig wahrgenommen wird. Bauherren müssen sich für die ordnungsgemäße Wahrnehmung der Aufgaben, Rechte und Pflichten die mit dieser Rolle zwingend verbunden sind, verantwortlich fühlen. Diese Verantwortung muss auch eingefordert werden können – was derzeit noch schwierig ist, da wären gesetzliche Regelungen hilfreich. Die meisten Initiativen sowie die „Reformkommission Bau von Großbauprojekten“ gehen an der eigentlichen Problematik vorbei, da sie nur das Bauprojekt beleuchten, nicht aber den Bauherrn und seine Sphäre.

Management Forum Starnberg: Was also kann ein Bauherr bei Großprojekten tun, um ohne all zu große Probleme zum Ziel zu kommen?
Friedrich Prem: Bauherren müssen verstehen, dass es nicht ausreicht, einen Architekten oder ein Bauunternehmen zu beauftragen. Sowohl der Architekt als auch der Bauunternehmer können die Aufgaben des Bauherrn weder übernehmen noch erfolgreich lösen. Gerade im deutschsprachigen Raum ist dieses Missverständnis weit verbreitet. Das ist die Hauptursache, warum Bauprojekte schief gehen. Der Bauherr muss lernen, eine „Bestellung“ so abzugeben, dass seine Ziele bekannt und erreichbar sind. Und er muss eine „Projektorganisation“ richtig einrichten, also eine temporäre Organisation, die das Bauprojekt durchführt.

Management Forum Starnberg: Wie das geht erklären Sie auf dem Bauherrenkongress am 3. + 4. Mai in Hamburg?
Friedrich Prem: Ja, ich gebe das Gerüst, an dem sich Bauherren orientieren können. Viele weitere Referenten werden dann auf einzelne
Sachgebiete eingehen.

Management Forum Starnberg: Vielen Dank für das Gespräch.
Weitere Informationen zur Veranstaltung gibt es hier: www.management-forum.de/bauherrenkongress

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Rückblick: Jahrestagung Betriebliches Gesundheitsmanagement 2017

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Die 4. Jahrestagung zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) fand Mitte Februar in München statt. Mit 115 Teilnehmern und 19 Referenten war sie wieder ein wichtiger Branchen-Event, auf dem wertvolle Erfahrungen und Best Practices vorgestellt und mit den Teilnehmern intensiv diskutiert wurden.

Den lange beklatschten Eröffnungsvortrag hielt Prof. Dr. Hans A. Wüthrich, Managementforscher am Lehrstuhl für Internationales Management der Universität der Bundeswehr in München. Sein Thema: ‚Neu gelebte Führung – Schlüssel einer betrieblichen Gesundheit‘. Wüthrich ist seiner Rolle als Gestalter und Querdenker gerecht geworden und hat dazu ermutigt, das Hierarchiedenken aufzugeben, Mitarbeiter einzustellen, die nicht unbedingt zum Unternehmen passen und den Fokus der Führung auf die Potenzialentfaltung der Mitarbeiter zu legen. „Viele Menschen glauben, sie würden denken, während sie in Wirklichkeit nur ihre Vorurteile neu ordnen“, zitierte er den amerikanischen Philosophen William James. Als Beispiel nannte der den Irrtum zu glauben, das BGM habe allein zum Ziel, den Krankenstand zu senken. „Ein vitales Unternehmen ist mehr als die Summe seiner gesunden Mitarbeiter“, machte er klar. „Eine Organisation ist gesund, wenn sie mit vielfältigen Herausforderungen intelligent umgehen kann und überlebensfähig ist“.

Wie das gelingt, zeigt Wüthrich anhand seiner Kernthese: Organisationen seien bei zunehmender Außenkomplexität nur dann überlebensfähig, wenn sie eine entsprechende Systemkomplexität aufbauen. Ziel sei es, variables Denken und Handeln im Unternehmen zu automatisieren. Was Unternehmen dazu benötigen, seien vier Maßnahmen: Das Einstellen querdenkender Mitarbeiter, den Abbau überflüssiger Regeln und Planungen, Mitarbeiterführung durch Fragen – nicht durch Antworten und: die Organisation als Prototyp verstehen, der sich weiterentwickelt. Sein Fazit: „Betriebliche Gesundheit bedingt Musterbrüche in der Führung.“

Auch Björn Wegner, Präventionsberater der Unfallversicherung Bund und Bahn, forderte ein neues Denken ein. Die gesetzlich vorgeschriebene Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen am Arbeitsplatz, zu der Unternehmen gesetzlich angehalten sind, verpflichte Unternehmen dazu, einen Kulturwandel anzustoßen. Wenn die Zusammenarbeit und Kommunikation im Unternehmen überdacht und verträglich sowie transparent gestaltet würde, gingen psychische Belastungen zurück, und das „B“, der Betrieb, werde gestärkt.

Eindringlich war sein Appell, die Zusammenarbeit der verschiedenen Funktionen und Stellen innerhalb des BGM zu stärken. Arbeitsdirektor, Betriebsärzte, Gleichstellungsbeauftragte, Organisationsentwickler und BGM-Manager sollten sich als Team mit gleichem Ziel verstehen. „Wir brauchen keine Rückenschule, sondern Rückendeckung!“

Wie Rückendeckung genau aussehen kann und wie sie zu intrinsischer Motivation führt, zeigte Mirco Hitzigrath, Direktor des Upstalsboom Hotel meerSinn in Binz anhand seiner eigenen Biografie auf. Sein Führungsstil war jahrelang hierarchisch-direktiv, was ihn Nerven und Gesundheit kostete. Heute führt er über Vertrauen und das Stellen von Fragen. Ihm, seinen Mitarbeitern und seinem Hotel geht es seit dem messbar besser.

Viele weitere Referenten lieferten einen detaillierten Einblick in die Möglichkeiten und Grenzen des BGM, samt pragmatischer Tipps, Handlungsfelder und Lösungsansätze. Immer wieder wurde deutlich: Ein wirklich wirksames BGM ist in der Unternehmenskultur und der Haltung der Führungskräfte verankert. Das gilt unabhängig davon, ob es sich auf Einzelmaßnahmen beschränkt oder auf ein umfassendes Konzept im Unternehmen bezieht.

Die nächste Jahrestagung Betriebliches Gesundheitsmanagement findet am
20./21. September 2017 in Wien statt und am 22./23. Februar 2018 wieder in München.

www.management-forum.de/bgm

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