Anette Palm

Boxenstopp für Führungskräfte

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Boxenstopp: Was er leistet, wie er wirkt, für wen er wichtig ist.

Fünf kurze Fragen an Anette Palm, Leiterin des Seminars Boxenstopp für Führungskräfte. Sie ist Führungsexpertin und unterstützt Führungskräfte in der Steigerung ihrer Wirksamkeit und in der Professionalisierung ihrer Führungsfähigkeiten. Ihre Kernkompetenz liegt im Führungsdialog.


Was ist die Idee des Boxenstopps?
Anette Palm: Der Boxenstopp arbeitet auf drei Ebenen. Erstens bringt jeder der sechs bis acht Teilnehmer eine persönliche Führungsherausforderung mit. Zweitens wird diese als kollegiale Fallbearbeitung im Seminar besprochen. Und drittens transportieren wir so Führungswissen in den individuellen Führungskoffer der Seminarteilnehmer.

Wie ist die Idee entstanden?
Anette Palm: Ich glaube nicht an Standardlösungen für Führungsherausforderungen. Vielmehr bin ich überzeugt, dass Führungskräfte in Strukturen agieren, die berücksichtigt werden müssen. Sie haben individuelle Probleme und sie müssen Lösungen für sich finden, die ihrer Persönlichkeit entsprechen. Das geht nur im Rahmen der kollegialen Fallbearbeitung.

Wie funktioniert die kollegiale Fallbearbeitung?
Anette Palm: Jeder Teilnehmer stellt eine für ihn schwierige Führungssituation dar. Die anderen Teilnehmer fragen sich ins Thema rein und bieten dadurch Perspektivenwechsel an. Unterstützt durch Visualisierung entsteht ein geklärtes Problemverständnis. Dies führt  – ergänzt durch Führungswissen und Erfahrung –   zu einer möglichen und stimmigen Lösung für den Teilnehmer.

Welche Lerneffekte gibt es?
Anette Palm: Der Fallgeber lernt auf vielen Ebenen. Beispielsweise, das Wissen seiner Kollegen für sich zu nutzen. Aber auch, sich selbst die richtigen Fragen zu stellen und sein Verhaltensspektrum bei Problemlösungen zu erweitern. Die Fallberater lernen, die Methodik der Fragestellung anzuwenden und ihre Fähigkeiten als Coach zur Befähigung ihrer Teams zu stärken.

Boxenstopp – ein Training für erfahrene Führungskräfte?
Anette Palm: … ein Training für alle Führungskräfte. Auch für die jungen. Denn wir schauen ja nicht nur eine individuelle Führungsherausforderung an sondern wir trainieren auch das Methodenwissen, das jeder Führungskraft hilft, ihrer Verantwortung nachhaltig und mit Erfolg gerecht zu werden. 

                                            Der nächste Boxenstopp:
                                              12. April 2018 in Starnberg
                                              29. November 2018 in Stuttgart
                                              www.management-forum.de/boxenstopp

 

Susanne Gopalan

Professioneller Umgang mit schwierigen Charakteren

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Interview mit Susanne F. Gopalan, Trainerin und Coach mit umfassender Erfahrungen aus internationalen Vertriebstätigkeiten und Coachings u.a. bei McKinsey & Company Inc. in Düsseldorf, IBM Deutschland GmbH und Zeitgeist Film Ltd. New York.

MFS: In Ihrem Seminar sprechen Sie von Energievampiren. Wer ist das?
Susanne Gopalan: Jeder, gelegentlich. Der schwierige Kunde, der Mitarbeiter, der Chef, der
Ehepartner. Es können Nervensägen, Choleriker, Giftzwerge oder Machtmenschen sein.

MFS: Woran erkenne ich einen Energievampir?
Susanne Gopalan: An der eigenen Reaktion. Wer spürt, dass er sich nach einem Meeting oder Gespräch wie ausgesogen fühlt, der hatte es mit Energievampiren zu tun. Er hat das Negative des Gesprächspartners aufgenommen, anstatt auf das Positive zu reagieren.

MFS: Ein Beispiel, bitte.
Susanne Gopalan: Ein cholerischer, dominanter Seniorberater kommt in das Zimmer seines Mitarbeiters und gibt die Beschwerde eines Kunden weiter – mit den Worten: „Da waren Sie wirklich inkompetent“. Der Mitarbeiter übernimmt die Kritik und macht sich selbst Vorwürfe. „Wie konnte ich nur?“. Er hat das Negative aufgenommen und verharrt in dieser inneren Haltung. So wird er zu seinem eigenen Energievampir. Das ist die Verantwortung, die er selber trägt. Der richtige Umgang wäre, die Energie der Worte als Geschenk anzunehmen und die Verpackung wegzuschmeißen: Mein Chef will Kompetenz und konzentriertes Arbeiten – das ist in Ordnung. Ich möchte lernen, meine Kompetenz besser zu verkaufen.

MFS: Die Verpackung sind also die Emotionen der Anderen.
Susanne Gopalan
: Ja. Jede Emotion hat eine Funktion, auch Angst und Macht. Hätte der Mitarbeiter keine Angst vor Inkompetenz, würde er sich nicht so anstrengen. Aber es geht darum, auf Emotionen nicht mit Flucht, Erstarrung oder Kampf zu reagieren, sondern mit ‚Flow‘ – die Energie umzuleiten und für sich zu nutzen.

MFS: Das hört sich nach einem langen, schwierigen Prozess an.
Susanne Gopalan
: Schwierig nicht unbedingt. Es sind zwei Schritte, die gegangen werden müssen: Zuerst die Akzeptanz, dass wir andere nicht ändern können. Und dann die Bereitschaft, die Verantwortung für die eigenen Gefühle selbst zu übernehmen. Wer das kann, hört auf, übermäßig ohnmächtig oder wütend zu sein und gestaltet seine beruflichen und privaten Kontakte zufriedenstellender. Aber ja, es ist ein nicht endender Prozess, der Umgang mit anderen Menschen liefert lebenslang Anlässe zum Lernen. Und dafür ist unser Gehirn sogar dankbar, denn es ist ja auf Lernen programmiert.

MFS: Wie sieht der optimale Umgang mit einem Energievampir aus?
Susanne Gopalan
: Bleiben wir bei unserem Beispiel mit dem cholerischen Chef: Ist der Mitarbeiter im ‚Flow‘, also relativ unbeeindruckt von den Emotionen seines Chefs, sollte er gleich in einen fragenden Dialog mit ihm treten. Er könnte beispielsweise wissen wollen, an welcher Stelle er sich welches Vorgehen gewünscht hätte. In dem Moment ist der Mitarbeiter neugierig, ihm wird keine Energie geraubt.

MFS: Wie vermitteln Sie Ihr Wissen in Ihren Seminaren?
Susanne Gopalan
: Die Teilnehmer sollen ihre eigene Verantwortung wahrnehmen. Also benennen sie zuerst ihre Praxisfälle. Manchmal beschreiben sie ihre Vorgesetzten, Ehepartner oder auch Kollegen als regelrechte Multivampire. Sie formulieren ein Anliegen und wir nutzen das Gruppenwissen für die Energieumleitung. Sobald die Teilnehmer spüren, dass sie selbst der Multivampir sind, haben sie den ersten Schritt bereits getan. In Rollenspielen üben wir dann das veränderte Verhalten.

MFS: Sind Sie auch gelegentlich ein Energievampir?
Susanne Gopalan
: Aber ja! In meinen Seminaren stelle ich harte, anspruchsvolle Fragen, da wollen viele Teilnehmer nicht hin. Sie reagieren mit fight – Kampf, flight – Flucht, freeze – Einfrieren. Aber nicht mit flow. Manchen ist die Seminararbeit am Anfang zu privat, sie flüchten. Viele kämpfen und behaupten, es gäbe nichts Gutes an einem cholerischen Chef. Sie kommen mit Ausreden, Schuldzuweisungen, werfen mir praxisfremde Antworten vor. Aber wenn sie das Gute an der Energie des Chefs wahrnehmen können und beispielsweise seine Durchsetzungskraft akzeptieren, erkennen sie, dass beide Seiten weniger Wut aufbauen. Sie müssen nicht mehr kämpfen und können ein anderes Klima gestalten. Die Indianer sagen: Gehe in den Mokassins des Anderen, bevor Du das Kriegsbeil ausgräbst. Das ist die Energieumleitung von der ich spreche.

MFS: Kann dieses Seminar das Verhalten der Teilnehmer nachhaltig ändern?
Susanne Gopalan
: Absolut. Es gibt drei Ebenen, die wir bearbeiten: Einstellung – Verhalten – Erfolg. Dabei trainieren wir die individuellen Anliegen der Teilnehmer. In der Praxis wird es vielleicht mal Rückschritte geben, aber das Fundament ist gelegt und der Teilnehmer kann jede Situation besser bewältigen.

Die nächsten Seminare zum ‚Professionellen Umgang mit schwierigen Charakteren‘
hält Susanne Gopalan:     
                                               am 9./10. Oktober 2018 in Starnberg und
                                               am 29./30. November 2018 in Bad Homburg
                                               www.management-forum.de/charaktere

Ein Video-Interview mit Susanne Gopalan finden Sie hier.

Beate Lämmlein 2

Blog: „Ich bin zweisprachig – deutsch und boarisch“

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Beate Lämmlein ist seit 1995 bei Management Forum Starnberg, also quasi seit Gründung. Sie ist der erfahrene Ruhepool im Unternehmen. Im Blog stellt sie sich vor.

Bayerischer als ich, kann man fast nicht sein. Seit mindestens vier Generationen, jeweils von beiden Elternteilen, wohnt meine Familie in München, wir sprechen noch richtiges Bayerisch Zuhause. Ich weiß, davon hört man im Büro nichts. Ich trenne das. Hochdeutsch ist nun mal Geschäftssprache.

Zum bayerischen Selbstverständnis gehört natürlich meine Liebe zu den Münchner Hausbergen. Wandern war schon immer mein Ausgleich für anstrengende Arbeitsphasen. Und davon hatte und habe ich so einige. Das fing gleich bei Eintritt ins Unternehmen, im Oktober 1995 an und hat nie so richtig aufgehört. Seit 22 Jahren bin ich nun hier und habe nie ernsthaft erwogen, nochmal etwas anderes zu machen – hier ist ständig alles in Bewegung, auch für mich. Und die Freiheiten, die ich von Anfang an hatte sowie die ganz spezielle Atmosphäre würde ich wohl in keinem anderen Unternehmen finden.

Diese Freiheit war am Anfang wirklich ungewohnt. Ich war zuvor Assistentin der Geschäftsführung bei einem Mittelständler, der in die Insolvenz ging. Dort gab es klar definierte Aufgaben, eine sehr starre Hierarchie und sehr viel Kontrolle. Als ich dann hier anfing, war alles anders, ich musste umdenken. Die Post der Geschäftsführung vorlegen? „Wofür das denn?“ Nachfragen, ob ich eine bestimmte Person als Aushilfe einstellen durfte? „Bitte nicht – wenn sie Dir gefällt, wird sie die Richtige sein.“ Mir wurde schnell klar: Die Geschäftsführung und die Konferenz-Managerin sind für die Veranstaltung zuständig – alles andere ist meins. Und ich war nicht nur zuständig sondern auch befugt. Das war ein sehr stärkendes Gefühl. Dieses Vertrauen, das hier in die Fähigkeiten und Integrität von Mitarbeitern gesetzt wird, ist schon sehr besonders.

Tatsächlich habe ich am Anfang also sowohl Kisten mit den Unterlagen für die Veranstaltungen gepackt, als auch Telefondienst gehabt, Rechnungen geschrieben, Sponsoren für die Veranstaltungen gesucht, die Aushilfen eingestellt und die gesamte Büroorganisation erledigt. Eine kleine Anekdote: Unsere erste Aushilfe hat nicht nur Adressen eingegeben sondern auch geputzt, die Vorarbeiten für die Buchhaltung hat ein Mini-Jobber durchgeführt. So ist das bei StartUps. Und das war auch kein Problem, wir hatten ja nur rund fünf Veranstaltungen im Monat – heute haben wir manchmal die gleiche Anzahl an nur einem einzigen Tag.

Da wir sehr schnell gewachsen sind konnte ich immer mehr Aufgaben abgeben, so dass ich mich schon bald auf das konzentriert habe, was mir am meisten Spaß macht: Verträge mit Locations abschließen, Personalführung und im Hintergrund alles am Laufen halten. Heute habe ich ein Team mit 10 Festangestellten und diversen Aushilfen. Natürlich haben alle ihre Freiheiten – wer sollte anders arbeiten wollen?

1999 habe ich Prokura bekommen. Beide Geschäftsführerinnen erwarteten ihre Kinder und um den Geschäftsbetrieb sicher zustellen, musste die Zeichnungsberechtigung geklärt sein. Es änderte sich aber nicht viel für mich, auch zuvor schon war ich verantwortlich für das, was ich tat. Zwei Mal ist das Büro inzwischen umgezogen, wir brauchten einfach immer mehr Platz. Nur 2003 und 2009 gab es Krisen, die Sparmaßnahmen erforderten: Wir vermieteten einige Räume an andere Firmen, mussten uns auch von Mitarbeitern trennen und unsere Kosten herunterfahren. Seither geht es stetig bergauf. Aus den drei Mitarbeitern der Anfangszeit sind 55 geworden. Und unser Umsatz ist so groß wie noch nie.

Es bleibt viel zu tun, anders würde ich es auch nicht haben wollen. Und wenn ich mich erholen muss, sind die Berge ja direkt vor der Tür. Übrigens sind sie nicht meine einzige Kraftquelle: Ich liebe Italien, koche gerne – auch italienisch – und ich nutze das große kulturelle Angebot Münchens. Das Gesamtpaket ist Lebensqualität auf maximalem Niveau: Mein Beruf, meine Berge, mein München.

Tim Freiwald

Blog: Work hard – play hard

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Tim Freiwald ist seit acht Monaten bei Management Forum Starnberg als Junior Manager Ausstellung und Sponsoring tätig. Der 25Jährige ist ambitionierter Fußballer und der Jüngste in unserem Team. Hier stellt er sich vor.

Im April 2017 habe ich mich über Xing bei Management Forum Starnberg beworben, am 1. Mai habe ich angefangen zu arbeiten. Ich finde, das sagt schon viel über das Unternehmen aus: Es ist schnell, offen und zielgerichtet. Eigenschaften, die mir liegen und die ich im Beruf nutzen möchte.

Meine Aufgabe ist es, Sponsoren für derzeit neun Jahreskonferenzen zu akquirieren. Das heißt, ich muss die richtigen Ansprechpartner in den Unternehmen herausfiltern und sie am Telefon von unseren Konzepten überzeugen. Wenn mir das gelingt, ist das ein guter Moment für mich. Und wenn der unterschriebene Vertrag vorliegt, nutze ich ihn oft sofort als Motivator für das nächste Akquisegespräch.

Meist bin ich auch auf den Konferenzen vor Ort und sorge dafür, dass die Sponsoren und Aussteller ihre Ziele erreichen. Sie wollen ja vor allem Kontakte zu und Gespräche mit den Konferenz-Teilnehmern. Kommunikation ist meine Stärke, also bringe ich die Menschen zusammen.

Kommunikation ist auch eine Stärke von Management Forum Starnberg. Die allermeisten Kollegen sind echte Profis im Miteinander. Vom ersten Tag an ist mir viel Vertrauen und Akzeptanz entgegengebracht worden, das ist nicht selbstverständlich. Wir arbeiten hier in flachen Hierarchien und mit großen Freiräumen. Mir gibt keiner Aufgaben, ich teile mir meinen Bereich selbst ein und sorge für meine Erfolge – die letztlich immer eine Teamleistung sind. Das ist mir hier nochmal sehr viel klarer geworden als früher.

Ich habe meinen Bachelor of Arts im Sportmanagement an der Internationalen Business Akademie in München erworben. Das ist ein dualer Studiengang und den beruflichen Part habe ich einer Sport- und Eventagentur absolviert und war dort zuletzt Teamleiter. Insofern war ich schon ganz gut vorbereitet auf die Tätigkeiten bei Management Forum Starnberg.

Am Ende eines Arbeitstages zieht es mich dann zum Sport. Ich brauche den körperlichen Ausgleich. Zwei Mal pro Woche bin ich beim Fußball-Training. Wir spielen derzeit nur Kreisliga, setzen aber alles daran, wieder in die Bezirksliga aufzusteigen. Als linker Mittelfeldspieler der ersten Herren im  Sportclub Pöcking Possenhofen muss ich fit sein, so dass ich bis zu fünf Mal pro Woche ins Studio gehe und an Geräten trainiere. In letzter Zeit war ich zwar oft verletzt, hintereinander habe ich mir beide Schultern ausgekugelt. Aber so ist das eben: Work hard – play hard.  

 

 

Elke Wiedmaier Gundula Schwan

Rück- und Ausblick: Was für ein Jahr!

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Liebe Kunden, liebe Mitarbeiter, liebe Dienstleister: Wir blicken zurück auf ein großartiges
Jahr 2017 und freuen uns auf das, was im neuen Jahr 2018 kommt.

StartUps gelten als Innovations- und Wachstumstreiber der Wirtschaft, ihr Umsatzplus ist oft zweistellig – unseres auch! Wir haben im zu Ende gehenden Jahr ein Mehr von 15 Prozent erwirtschaftet. Dass uns dieses im 24. Jahr unseres Bestehens gelungen ist, macht uns stolz und dankbar.

Unser Erfolg fußt auf vielen Säulen. Eine der wichtigsten ist das Team mit seinem Spirit. Unsere langjährigen und die vielen neuen Kollegen haben unermüdlich Innovationen ins Unternehmen getragen, die unsere Veranstaltungen noch informativer, besser und zielgruppengerechter haben werden lassen. Dabei war es allen Mitarbeitern ein Anliegen, dass wir gemeinsam erfolgreich sind – Abstimmung, Einbindung, Sprint-Meetings und Gespräche auf dem Gang, die oft anfingen mit „Was hältst Du eigentlich von der Idee, ….?“ haben dazu geführt, dass wir wirklich miteinander arbeiten. Das ist toll und dem gilt unser Dank.

Eine weitere Säule sind die offenen Ohren unserer Konferenz-Manager für aufkommende Themen in ihren Branchen. Ihr intensives netzwerken mit Machern, Managern und Professoren hat dazu geführt, dass wir viele neue Themen frühzeitig erkennen und als Veranstaltung etablieren sowie erfahrene Experten als Referenten rekrutieren konnten. Die steigenden Teilnehmerzahlen belegen, wie erfolgreich wir damit waren. Es gab viel Licht und auch ein wenig Schatten im Jahr 2017. Zu den Highlights gehört die Fachtagung Bau und Betrieb von Großküchen mit rund 300 Teilnehmern – unsere größte Veranstaltung bisher. Eine Herausforderung stellte ‚Future Office‘ dar. Seit 20 Jahren veranstalten wir diese visionäre Fachtagung und hatten uns für dieses Jahr die Elbphilharmonie als Veranstaltungsort ausgesucht. Sehr kurzfristig fiel der Bankettabteilung des Musikhauses dann auf, dass Karl Lagerfeld zur gleichen Zeit die gleichen Räume gebucht hatte – wir mussten weichen. Unser Organisationsteam rettete die Tagung in atemberaubender Geschwindigkeit: Neue, innovative Räume wurden gefunden, die Logistik umgestellt, das Catering organisiert, die Teilnehmer informiert. Trotz aller Unannehmlichkeiten wurde die Veranstaltung super bewertet – Danke an alle Organisatoren und Teilnehmer für ihre Flexibilität.  

Unsere Branche ist im Wandel, wie die allermeisten anderen Branchen auch. Wir sehen neue Mitbewerber und eine enorm hohe Nachfrage nach Themen im Bereich „Digital“. Hier haben wir uns 2017 verstärkt und neue Veranstaltungen konzipiert – vor allem die neuen Kollegen und Kolleginnen haben uns dabei unterstützt. Wir wollen sie an dieser Stelle nochmals herzlich willkommen heißen. Wir freuen uns, dass Ihr da seid. Eine weitere Neuerung war unser verstärktes Engagement in der DACH-Region. Ein Erfolg, der uns neues Potenzial auch für das kommende Jahr erschließt.

Für 2018 erwarten wir eine weiterhin starke Nachfrage nach „Weiterbildung offline“ – Präsenzseminare sind in Zeiten von Netzwerken und komplexer, aber individueller Zusammenhänge nicht durch Webinare zu ersetzen.  Wir werden weiterhin neue, tragfähige Konzepte entwickeln und etablieren und sehr bewusst aktuelle Technologien, wie Virtual Reality und unsere App nutzen. Außerdem werden wir den Schritt ins internationale Konferenzgeschehen gehen und eine englischsprachige Tagung außerhalb der DACH-Region konzipieren.

Unternehmensintern geht es ebenfalls darum, den Wandel zu gestalten. Wir werden Prozesse neu aufsetzen, um effizienter zu werden. Dabei bedienen wir uns agiler Methoden: Die Mitarbeiter kennen ihre Abläufe und das Optimierungspotenzial in ihrem Bereich am besten – sie werden maßgeblich mitbestimmen, welche Änderungen durchgeführt werden. Unsere Website wird technisch aufgerüstet und nutzerfreundlicher gestaltet, unsere Social Media-Aktivitäten werden verstärkt. Wir haben nun auch einen neuen Datenschutzbeauftragter im Unternehmen, der die Einhaltung der neuen Datenschutzgrundverordnung sicherstellt. Und natürlich bleiben wir aktuell: Mit neuen Produkten wollen wir neue Zielgruppen erreichen.

Aufgabe und Herausforderung wird es sein, alle neuen Kolleginnen und Kollegen so zu integrieren, dass wir den wunderbaren Team Spirit beibehalten können, der uns auszeichnet. Weiterhin ist  Wachstum unser Ziel –  wir wollen es mit noch individuellerer und stärkerer Kundenorientierung erreichen.

Wir bedanken uns bei allen Menschen, die zu unserem Unternehmenserfolg beigetragen haben. Kommen Sie gesund ins Neue Jahr und lassen Sie uns zusammen weitere Erfolge gestalten.

 

Herzlichst,

Ihre

Gundula Schwan und Elke Wiedmaier

Bildungseuro Bild

Der Bildungs-Euro* geht in diesem Jahr an …

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Verantwortung für das Wohlergehen und die Bildung von Menschen in schwierigen Situationen übernehmen viele engagierte, gemeinnützige Organisationen. Wir unterstützen in diesem Jahr die folgenden zwei Initiativen aus unserer Region.

Dein München e.V.“. Der Verein ermöglicht benachteiligten Kindern und Jugendlichen, sich am Gemeinschaftsleben in München zu beteiligen. Die Überzeugung der beiden Vorstände Mara Bertling und Claudia Rieff: Bildung ändert alles. Kultur verbindet. Sport macht stark. Auf diesen drei Feldern agieren sie und ihr Team, um Kindern und Jugendlichen Perspektiven und Chancen für ihr Leben zu eröffnen und sie dahin zu begleiten, dass sie für sich selbst gute Lebensziele entwickeln. www.deinmuenchen.org

Zum fünften Mal in Folge unterstützen wir auch den südSee Kinder- und Jugendhilfe e.V. in Seeshaupt am Starnberger See. Die sehr engagierten Mitarbeiter sind verlässliche und ehrliche Bezugspersonen für 16 benachteiligte Kinder und Jugendliche zwischen vier und 18 Jahren. Sie geben den Kindern ein neues Zuhause, lassen sie Werte wie Zuverlässigkeit, Struktur, Gemeinsamkeit und Spaß erfahren. Die Kinder lernen, Erwachsenen (wieder) zu vertrauen und sich an Regeln zu halten und Überzeugungen zu entwickeln, die ihnen im Leben hilfreich sind – die Basis dafür, dass diese jungen Menschen später selbst verantwortlich handelnde Erwachsene sein können. www.suedsee-ev.de

 

* Der Bildungs-Euro: Management Forum Starnberg spendet in jedem Jahr eine vierstellige Summe an Einrichtungen aus der Region, die sich in besonderer Weise um den Schutz und die Bildung von benachteiligten Kindern und Jugendlichen bemühen. Denn Bildung öffnet die Tür zum Erfolg.

 

Foto: Mara Bertling, Geschäftsführerin und Vorstand von Dein München e.V. und Elke Wiedmaier, Geschäftsführerin und Mitinhaberin von Management Forum Starnberg

Ralf Van Os

Interview zum BGM: „Männer sind anders“

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Ralf van Os ist Leiter des Betrieblichen Gesundheitsmanagements der thyssenkrupp Steel Europe AG in Duisburg. Sein Bereich wurde bereits drei Mal mit dem Corporate Health Award ausgezeichnet und erhielt 2017 für das Projekt „Männergesundheit“ den Sonderpreis „BGF-innovativ“ des Deutschen Unternehmenspreises Gesundheit. Erfahrungen und Erkenntnisse stellt er auf dem Jahresforum Betriebliches Gesundheitsmanagementam 22./23. Februar 2018 in München vor. Hier ein knappes Gespräch über sein Projekt.

Management Forum Starnberg: Ein Männergesundheitsprojekt – ist das wirklich notwendig?
Ralf van Os: Unbedingt. Von unseren 20.000 Mitarbeitern sind 91,7 Prozent Männer. Aber 40 Prozent der Teilnehmer unserer BGM-Maßnahmen waren in der Vergangenheit weiblich. Ein Missverhältnis. Unsere Angebote haben die Männer im Haus bis dato nicht genügend abgeholt. Und wir haben gelernt: Wer ohnehin auf seine Gesundheit achtet und an Fitness interessiert ist, besucht auch unser Stressbewältigungsseminar. Wir wollten aber auch jene erreichen, die bisher nicht zu aktivieren waren.

Management Forum Starnberg: Wie sind Sie das Thema angegangen?
Ralf van Os: Wir haben einfach mal nachgefragt bei den Kollegen. Welche Angebote würdet Ihr annehmen? Das Ergebnis war überraschend simpel: Männer mögen Gewinnspiele und sich miteinander messen – sie wollen ein Ziel erreichen und besser sein als andere.

Management Forum Starnberg: Diese Erkenntnisse haben Sie für ein neues Projekt genutzt?
Ralf van Os: Für mehrere. Grillen ist zum Beispiel eine Männerdomäne. Also haben wir das Thema „Gesunde Ernährung“ in ein Seminar “Grillen für echte Männer“ verpackt und unter den Teilnehmern einen Weber-Grill verlost. Es besteht aus einem Einführungsvortrag und einem Live-Grillen mit Profi-Koch, der anderes auf den Rost legt als fettige Wurst. Durch solche Modifikationen unserer Angebote konnten wir insgesamt über 3000 Mitarbeiter motivieren, an unseren speziellen Angeboten im Rahmen der Männergesundheitskampagne teilzunehmen, über 1000 von ihnen hatten wir vorher noch nie für unseren Maßnahmen gewinnen können.

Management Forum Starnberg: Ein Angebot im Rahmen der Männergesundheit war ein Schrittzähler-Wettbewerb. Was war das genau?
Ralf van Os: Vorgabe war es, dass verschiedene Teams gegeneinander antreten und jedes Team-Mitglied an fünf von sieben Tagen mindestens 10.000 Schritte zu absolvieren hat. Ich war Teilnehmer des Wettbewerbs und habe festgestellt, dass ich dann abends doch nochmal spazieren gegangen bin, weil meine Zähluhr zeigte, dass ich mein Soll noch nicht erreicht hatte. Ob das allen so ging, weiß ich natürlich nicht. Aber die Teams hatten sich gegenseitig gut im Blick und haben ihre Mitglieder ordentlich gepusht. Über 600 Mitarbeiter haben wir in Bewegung gebracht, 400 von ihnen haben das Ziel erreicht. Und unter allen Teilnehmern haben wir auch hier wieder Weber-Grills verlost.

Management Forum Starnberg: Das klingt nach viel Arbeit – wie war der Organisationsaufwand?
Ralf van Os: Beim Schrittzähler-Wettbewerb war der Aufwand hoch – er hat sich nach unserer Einschätzung aber gelohnt. Alle 600 Teilnehmer mussten mit Schrittzählern ausgestattet und ihre Laufleistung ausgewertet werden, da war schon viel Vorbereitung notwendig. Hilfreich war, dass wir die Krankenkassen mit ins Boot geholt haben, die einen Teil der Kosten übernommen haben. Den verbleibenden Rest haben wir aus unserem BGM-Budget finanzieren können.

Management Forum Starnberg: Können Sie den Erfolg Ihrer Maßnahmen messen?
Ralf van Os: Das ist schwierig. Es gibt rund 200 Einflussfaktoren auf den Krankenstand – das ist ja die Größe, die zur Validierung oft herangezogen wird. Deshalb haben wir abgefragt, wie die Teilnehmer die Maßnahme bewerten und da haben wir besonders viele positive Rückmeldungen erhalten.

Management Forum Starnberg: Vielen Dank. Wer tiefer in die Materie einsteigen möchte, trifft Ralf von Os und 16 weitere Experten rund um Betriebliches Gesundheitsmanagement auf dem Jahresforum BGM 2018. Termin: 22./23. Februar 2018. Ort: München. Anmeldung und Information: www.management-forum.de/bgm  oder per Telefon: 08151-27190