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„Jammern schadet dem Gehirn“

Ein Seminar-Erfahrungsbericht von Petra Geiger, Konferenz-Managerin.

Immer, wenn ich ein Seminar mit neuem Referenten auf die Beine gestellt habe, besuche ich es auch. Mich interessiert, ob die vereinbarten Inhalte abgedeckt werden. Und mich interessiert, wie der Seminarleiter mit den Teilnehmern arbeitet. Auf das Seminar in der letzten Woche, ‚Leistung mit Freude – neue Wege in der Führung‘ habe ich mich besonders … nun ja, gefreut. Denn schon in der Konzeptionsphase wurde mir klar, was für eine sinnvolle Ergänzung es zu anderen Führungstrainings sein wird.

Für das Seminar hatte ich insbesondere ehemalige Teilnehmer von Führungstrainings eingeladen, da ich aus ihrem Feedback verstanden hatte, dass es da ein relevantes Thema gibt: Die Vereinbarkeit von Leistung und Zufriedenheit in Zeiten, in denen alle über Stress und Druck sprechen. ‚Leistung mit Freude - Neue Wege in der Führung‘ führte mich also am 22. Februar ins Hotel Vier Jahreszeiten in Starnberg. Ich bin gerne dort, die Atmosphäre ist wirklich angenehm, das Essen köstlich und die mit Tageslicht gefluteten Räume besonders geeignet für intensives Arbeiten.

Die Seminarleiterin Andrea Prehofer ist Mathematikerin, hat langjährige Erfahrung im Top-Management und arbeitet wissenschaftlich fundiert, was mir sehr wichtig ist. Sie zeigte neue Erkenntnisse der Hirnforschung auf und sorgte damit für das erste Aha-Erlebnis des Tages: Die Amygdala, im Kern des Gehirns sitzend, ist der Alarmknopf des Gehirns und reagiert nicht nur auf Gefahr für Leib und Leben sondern auch auf soziale Bedrohung. Letzteres können beispielsweise Unsicherheit oder Fremdbestimmtheit im Berufsleben sein. Wird der Alarmknopf gedrückt, fokussiert sich das Gehirn auf Abwehr und hemmt rationales Verhalten. Mein Bewusstsein für die Gründe irrationalen, emotionalen oder auch zurückgezogenen Verhaltens im Beruf hat sich damit erweitert.

Wie erwartet, haben wir gleich genau hingesehen, wie bei Mitarbeitern das Empfinden sozialer Gefahr verhindert werden kann. Die Lösung ist nicht überraschend: Eine Vertrauenskultur ist die Basis für psychologische Sicherheit. Dazu gehören echte Wertschätzung, Anerkennung und Lob. Und das ist Mangelware in deutschen Unternehmen, wie eine Studie belegt: Hierzulande nehmen nur 28 Prozent der Arbeitnehmer Wertschätzung durch ihren Arbeitgeber wahr. In der EU sind es 57 Prozent und in Holland sogar 78 Prozent. Das sind Zahlen, die mich beschäftigen und die mir im Lauf des Seminars immer wieder durch den Kopf gingen. Ohne psychologische Sicherheit gibt es keine nachhaltige Leistungsbereitschaft. Was für ein ungeheures Potenzial da schlummert.

Die Mittagspause hat die Seminarleiterin für ein Einzelcoaching genutzt – genauso wie die Randzeiten am Abend des ersten Seminartags und am Morgen und Mittag des Folgetages. Das war echter Mehrwert und hat die Verbindung des Besprochenen mit eigenen Anliegen ermöglicht. Der Nachmittag war mit intensivem Arbeiten angefüllt. Immer durch wissenschaftliche Studien gestützt, kamen wir zu nachhaltigen Erkenntnissen. Eine davon: Jammern schadet dem Gehirn. Und eine zweite: Anerkennung und Lob sind Mittel der Beziehungsstärkung. Positive Beziehungen führen zu Zufriedenheit und Freude, die ihrerseits die Leistungsbereitschaft stärken.

Die Wirkung der Beziehungsstärkung kann ich gut an zwei Beispielen festmachen – einem wissenschaftlichen und einem privaten. Für eine Harvard-Studie wurden 250 Teilnehmer 75 Jahre lang begleitet. Das Ergebnis war eindeutig: Es sind die Beziehungen, die der Schlüssel zu einem gelungenen Leben sind. Das private Beispiel: Am zweiten Seminartag war Zeugnistag in Bayern. Ich habe meine Tochter für ihr Zeugnis gelobt – nicht für die Noten, sondern für ihren Einsatz zur Notenerreichung. Ihre Reaktion: Pure Freude. Wenn ich den Weg lobe und nicht das Ergebnis, motiviere ich, auf diesem Weg weiterzugehen.

Der zweite Tag widmete sich dann intensiv der Frage, wie Führungskräfte Leistung mit Freude in ihren Unternehmen implementieren und wie sie positiv führen. Dazu sollten wir uns zuerst selbst verstehen und haben das mit einer Übung verbunden: Ich habe bei Personen aus verschiedenen Bereichen meines Lebens nach den Stärken gefragt, die sie bei mir wahrnehmen. Es hat mich wirklich gestärkt, was da an Antworten kam. Aber mir ist auch klar geworden, dass die Eigenschaften nur dann eine echte Stärke sind, wenn ich sie richtig nutze. Das ist eine meiner Maßnahmen als Folge aus dem Seminar: Ich möchte immer mal an einem Tag eine meiner Stärken ganz bewusst einsetzen.

Mein Fazit: Ich bin mit vielen Impulsen aus diesem Seminar gegangen. Ich habe neue Erkenntnisse gewonnen und ich bin überzeugt: Es gibt neue Wege in der Führung und es lohnt sich sehr, sie zu gehen.

Neuer Seminartermin:
Leistung mit Freude – neue Wege in der Führung
17./18. April 2018 in Bad Homburg
www.management-forum.de/leistung

 

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