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Innenansichten: Die Chronik einer Reise

Ich lade Sie ein, mich auf meiner Reise zu begleiten. Sie begann im März 2020 mit dem plötzlichen Einfall des Corona Virus in unsere Welt. Die Spielregel: Es gibt keinen vorgezeichneten Weg, keinen Routenplaner. Das Ziel: die glückliche Ankunft in einer „schönen neuen“ Welt im Frühjahr 2021. Was ich auf der ersten Etappe – von Mitte März bis Mitte April - erlebt habe und ab jetzt erleben werde, will ich in diesem Blog mit Ihnen teilen. Ich freue mich über zahlreiche Reisebegleiter, gerne auch Wegweiser und Kommentatoren.
 

Was war – was ist – was wird sein?

 

Etappe 27

I’ve been through the desert on a horse with no name”. Warum mir diese Songzeile bei meiner Konferenz “Krankenhauslogistik“ diese Woche durch den Kopf ging? Auch wenn die Assoziation etwas hinkt, so war es doch wohl, weil es eine Veranstaltung (fast) ohne Präsenzvorträge war. Ich dachte, ich hätte in meiner Laufbahn schon fast alles -zumeist Erfreuliches - erlebt, aber weit gefehlt. Letzte Woche haben wir von der Achterbahn als Training für die Reflexe gehört, ich leite daraus  „Flexibilität“ als eine unabdingbare Haltung in dieser Zeit ab und danke meinen Referenten für dieselbe. Sie haben auch remote inhaltlich anspruchsvolle Vorträge gehalten und sehr gut präsentiert. Wenn es jetzt noch die technischen Möglichkeiten gäbe, dass auch bei online der Funke überspringt, dass 1+1 mehr ergibt als zwei … Von Herzen auch danke an unser Team, das für alle spontan auftretenden Situationen genau die richtigen Lösungen fand, und das Personal am Uniklinikum Tübingen, dessen Langmut und gleichbleibende Freundlichkeit unter erschwerten Bedingungen ich sehr bewundere.

 

Noch ein Wunsch der Woche: Was ich mir wünsche, ist eine andere, differenziertere Betrachtungsweise. Am Beispiel des Wortes „Veranstaltung“. Bei den Beschränkungen wird grundsätzlich alles, was irgendwie eine Zusammenkunft ist, unter diesem Begriff subsummiert und als gefährlich bezeichnet. Nur gibt es weder bei professionell organisierten Konferenzen und Seminaren noch bei Veranstaltungshotels belastbare Erkenntnisse über ein signifikantes Infektionsgeschehen. Das bringt mich zu den „Überhaupts“:

 

Überhaupt 1: Reise

Wie kann es sein, dass in zwei Artikeln auf derselben Seite (SZ vom 17./18.10.) eine Politikerin im Interview erklärt, dass Reisen das Risiko der Virusverbreitung erhöht und direkt daneben eine Urteilsbegründung zum Beherbergungsverbot das RKI zitiert und keine nachvollziehbaren diesbezüglichen Erkenntnisse findet. Ja was denn nun?

 

Überhaupt 2: Medien

In der genannten Ausgabe schreibt der Medienwissenschaftler Stephan Russ-Mohl, dass die deutschen Medien bereits im März mehr Corona-Berichte veröffentlichten als zu den Terrorattacken von 9/11. Und gefühlt hat sich daran nichts geändert. Ich höre von vielen Menschen, dass sie sich der Berichterstattung mittlerweile verweigern. Ich persönlich bin der Auffassung, dass Medien in der Lage sein sollten, ein differenziertes Bild von Situationen zu zeichnen. Auch aus Respekt von den Hörern, Lesern und Zuschauern. Vielleicht würde das sogar der Politik helfen, ihre Entscheidungen mit etwas mehr Ruhe zu treffen. Danke hier an Birgit Ströbel und Andreas Käter, die bei unserem Gespräch gestern die Kardinaltugenden ins Spiel brachten: Gerechtigkeit, Mäßigung, Tapferkeit und Klugheit. Keine schlechten Ratgeber meine ich.

 

Überhaupt 3: Digitalisierung

Wir hören ständig von Digitalisierungsoffensiven in der Verwaltung … und tragen uns nach sechs Monaten noch immer in Listen oder Zettel ein, wenn wir ein Restaurant, ein Krankenhaus oder ein Hallenbad betreten. Und bei Micky Mouse haftet dann der Gastgeber. Nachdem wir es mit dem Datenschutz offensichtlich gerade nicht so genau nehmen, warum dann nicht wenigstens digital? Neben der Variante mit QR-Codes vielleicht eine einfache (!) App z.B., die die Daten vom Personalausweis direkt ans Gesundheitsamt übermittelt, die dort unter Verschluss gehalten und nach zwei Wochen automatisch gelöscht werden, wenn es kein Infektionsgeschehen gibt. Und maschinell ausgewertet bei einem solchen. Vielleicht ist das etwas „chinesisch“ gedacht, aber zumindest braucht es nicht Unmengen an Personal und die Bundeswehr.

 

Wie immer das Erbauliche zum Schluss: Wie schön war es, mit Freunden am Kirchweihsonntag einen ausgiebigen, sonnigen Gang zu machen. Zur und auf der Ilkahöhe, einer der schönsten Orte am See. Und dann noch die traditionelle Ente! Wer uns auf dem Rückweg lachend „Macbeth“ zitieren hörte, hatte bestimmt seinen Spaß: „Fair is foul and foul is fair …!

 

Für heute lieber „fair“ – herzlichst

Elke Wiedmaier

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1 Kommentare

Angelika Scheibe - 27. Oktober 2020
Super erfrischend und wie wahr!

Liebe Elke,

 

Danke für den heute Morgen so 'erfrischenden' Start in den Tag mit Deinen so zutreffenden Ausführungen. Umstellung auf Neues ist in diesen Zeiten gefordert und eine digitale Konferenz ist eine Antwort darauf. Ob der Funke überspringt, hängt, denke ich, auch davon ab, wie gut der Redner die Teilnehmer einfängt und das ist im Grunde nicht anders, wie bei Präsenzterminen.

 

Und den 'Überhaupts', kann ich nur zustimmen :-)

 

Hab einen energetischen und spaßigen Tag.

 

Schöne Grüße an den Starnberg,

Angelika

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