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Eine „Fuge“ in Dur – Konzertsäle in Modulbauweise

© Bild: Gerkan, Marg und Partner 2019

Der Münchner Gasteig ist das größte Kulturzentrum Europas und zieht während seiner fünfjährigen Sanierungsphase ab 2020 an einen Interimsstandort in München-Sendling. Das Architekturbüro Gerkan Marg und Partner errichtet dafür den temporären Konzertsaal. Wir sprachen mit Christian Hellmund von gmp Architekten über das Modulbau-Projekt.

 

Herr Hellmund, was waren die Vorgaben der Stadt München?

Die Stadt München wünscht einen temporären Konzertsaal, der nicht nur den akustischen Anforderungen einer Philharmonie gerecht wird, sondern auch schnell und wirtschaftlich zu planen und in kürzester Zeit zu errichten ist. Als Zugabe soll der Konzertsaal nach Abschluss der Interimsnutzung ggf. auch an einen anderen Ort versetzt werden und weiter zu nutzen sein.

 

Warum haben Sie sich für die Modulbauweise entschieden?

Wir haben uns aus den vorgenannten Gründen für eine modulare Bauweise entschieden, vor allem aber aus den Möglichkeiten einer sehr schnellen und wirtschaftlichen Planung und Errichtung des Bauwerkes.

 

Der temporäre Modulbau setzt sich konstruktiv aus zwei getrennten Systemen zusammen. Welche sind das?

Für die Hülle verwenden wir einen vorgefertigten Stahlbau mit Fassaden aus Paneelen, im Innenraum einen modularen Holzbau. Dazwischen kommen Fertigteile in Massivbauweise zum Einsatz.

 

Welche akustischen Besonderheiten mussten Sie berücksichtigen?

Für eine gute Akustik ist neben dem Schallschutz eine hohe konstruktive Masse der den Konzertsaal umspannenden Raumelemente entscheidend. Hierfür haben wir spezielle Holzbaumodule aus Brettschichthölzern entwickelt, die den Spagat zwischen den Anforderungen an einen Modulbau einerseits, den Anforderungen an Akustik, Schallschutz, Brandschutz und Tragkonstruktion andererseits meistern.

 

Der Konzertsaal ist ein Anbau an die bestehende Halle E, die unter Denkmalschutz steht – welche Herausforderungen hatten Sie bei der Planung des Übergangs?

Der Übergang wird durch einen „Fuge“ gebildet, die neben einer Lesbarkeit der beiden Bauteile insbesondere dazu dient, die Halle E im Übergang nur minimal anpassen zu müssen und damit den Anforderungen an den Denkmalschutz gerecht zu werden.

 

Planen Sie in fünf Jahren einen Rückbau oder glauben Sie, dass die Module auch nach der Sanierung weiter genutzt werden?

Wir würden uns natürlich sehr freuen, wenn unser Modulbau überzeugt und das Temporäre an Dauerhaftigkeit gewinnt. Die konkrete Planung des Rückbaus ist derzeit noch nicht Teil unseres Planungsauftrages.

 

Erleben Sie Christian Hellmund live auf der Fachkonferenz „Modulbau 2020“ am 24./25. März in München!

 

 

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