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Weg vom Mir – Hin zum Wir. Neue Arbeitswelten bei der GIZ

Auf einer Fläche von 28.000 Quadratmetern bietet das neue Bürogebäude der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH in Bonn 850 Arbeitsplätze für etwa 1.000 Mitarbeiter. Im Interview gibt die Leiterin der zuständigen Abteilung, Henriette Strothmann, einen Einblick in die Flächengestaltung, das Mindset der Mitarbeiter und in die Leitprinzipien der GIZ.

 

Frau Strothmann, was war die grundlegende Idee in der Flächengestaltung und -nutzung für das neue Bürogebäude?

Das Projekt der „Neuen Arbeitswelten“ begann mit einer Analyse der Arbeitsorganisation unserer Mitarbeiter*innen. Hier haben wir Veränderungen und neue Anforderungen aufgenommen und wollten diesen gerecht werden, denn die Ausgestaltung des Arbeitsplatzes hat einen großen Einfluss auf Wohlbefinden, Motivation und Leistungsfähigkeit der Kolleg*innen.

Mit den Neuen Arbeitswelten geht die GIZ nun einen weiteren Schritt, um den neuen Ansprüchen der modernen Arbeitswelt gerecht zu werden und stellt sich damit auch auf kommende Arbeitnehmergenerationen ein, die flexibles Arbeiten, attraktive Flächen für aktivitätsbasiertes Arbeiten und Netzwerken sowie eine moderne Technik erwarten.

 

Haben Sie ein konkretes Beispiel, wie sich Ihre Arbeit geändert hat durch die neuen Räumlichkeiten?

Der Leitgedanke des neuen Raumkonzeptes ist grundsätzlich „Weg vom Mein/Mir – hin zum Wir“. Der persönliche, „eigene“ Arbeitsbereich tritt zugunsten einer vielfältigen Bürolandschaft zurück, in der die Arbeit kollaborativer und vernetzter wird. Statt persönlicher Arbeitsplätze, haben die Abteilungen sog. Homebases. Das ist die Fläche, in der die jeweilige Abteilung mit den ihr zugeordneten Arbeitsplätzen verortet ist. Außerdem verfügt das Gebäude auch über eine Vielzahl an Räumen und Flächen, die allen Mitarbeitenden gleichermaßen zur Verfügung stehen.

So gibt es z.B. einen großen Coworking, der spontan für kreative Zusammenarbeit oder kleinere Präsentationen genutzt werden kann. Damit haben wir z.B. dem geforderten gruppenübergreifenden Austausch ein konkretes Gesicht gegeben und eine weitere Möglichkeit geschaffen, aktivitätsbasiert zu arbeiten.

Als Pendant haben wir den Silence geschaffen, in dem still und konzentriert gearbeitet werden kann. Je weiter man in den Raum geht, desto ruhiger wird es – optimal für konzentriertes Arbeiten oder zur kurzen Erholung. Aus diesen und weiteren Möglichkeiten täglich die passendste zu wählen, ist eine Chance, aber auch eine Umstellung.

 

Wer hat den Change-Prozess gesteuert?

Die GIZ selbst. Wir haben ein Gremium, bestehend aus unserem Vorstand und der Leitungsebene 1, gegründet, um hier die wichtigsten Entscheidungen zu treffen. Zur Entwicklung des moderneren Raum- und Flächenkonzeptes haben wir uns weiter Unterstützung von dem externen Consultant -if5- geholt, der auf die Beratung und Planung von Neuen Arbeitswelten spezialisiert ist. Intern wurde die Einführung der Neuen Arbeitswelten von einem eigens dafür gegründeten, kleinen Projektteam aus Mitarbeiter*innen meiner Abteilung begleitet.

Damit das neue Raum- und Flächenkonzept auch den Bedarfen unserer Kolleg*innen entspricht, haben wir insbesondere großen Wert auf Partizipationsformate mit und für diese gelegt. Durch Workshops und eine transparente, regelmäßige Kommunikation/ Information zu dem Projekt, wurden die Mitarbeiter*innen von Beginn an abgeholt und ihren Sorgen, Fragen und Anregungen Raum gegeben.

 

Es wurde sehr viel in das 6-stöckige Gebäude investiert. Sind Sie im Budget geblieben oder hatten Sie mit unerwarteten Kosten zu rechnen?

Wir haben vom Aufsichtsrat der GIZ ein Budget bewilligt bekommen, das wir nicht überschreiten werden.

 

Welche Rolle hat dabei das Thema Nachhaltigkeit gespielt?

Eine große Rolle. Wenn Sie auf unserer Webseite surfen, werden Sie sehen, dass Nachhaltigkeit eines unserer Leitprinzipien ist - in unserer Arbeit, aber auch im Bau dieses Gebäudes. Wir haben das Gebäude von einem Generalunternehmer gekauft und dabei das Gold-Zertifikat der DNGB, der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen, miterworben. Das deckt sehr viele Felder ab, wie Energieeffizienz, Ressourcenschutz, hohe Standards im Gesundheits- und Arbeitsumfeld, ökonomisch und ökologisch effizientes Handeln. Wir nutzen u.a. eine Solaranlage, E-Ladesäulen, sogenanntes Grauwasser. Vieles unserer Inneneinrichtung lässt sich recyclen, Vieles ist aus Bambus gefertigt, ein schnellwachsendes Gras. Überall „atmet“ das Gebäude Nachhaltigkeit.

 

Stichwort Mindset: Denken Sie, dass die neuen, freien Arbeitsräume auch Freiräume im Kopf schaffen?

Ja, das können sie. Wir haben unsere neuen Räumlichkeiten erst Ende Januar 2020 bezogen. Doch bereits jetzt höre ich von den Kolleg*innen:  Ich kommuniziere viel mehr und schneller, arbeite dadurch effizienter“. Aber ich sehe auch, dass wir Vieles erst noch gemeinsam lernen müssen. Wir kommen aus einer baulichen „Wabenstruktur“, aus einer anderen Denke. Und der Mensch ist nun einmal auch ein Gewohnheitstier.

Aber wenn der Arbeitgeber seinen Mitarbeiter*innen etwas so Schönes und Modernes anbietet, das Spaß macht, dann bekommt man Lust, dies auszuprobieren und zu nutzen.  Darauf setze ich. Man braucht aber neben der neuen baulichen und technischen Infrastruktur auch die Offenheit, sich auf Neues einzulassen, Dinge auszuprobieren.

Ein Aspekt ist mir beim Thema „Freiraum“ noch wichtig: Die Neuen Arbeitswelten fordern von den Führungskräften eine neue Art des Führens, das Führen über Vertrauen und die Beurteilung nach Ergebnissen, nicht nach der Anwesenheit oder Sichtbarkeit.

 

Erleben Sie Henriette Strothmann zusammen mit Lara Milerski live auf der Fachkonferenz „New Work“ am 29./30. April in München!

 © Foto: Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

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